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Dissoziation

die totgeglaubten schatten
dunkel strahlend’ licht
ängste die erwachen
posttraumatisch diese sicht
zukunft nicht beschrieben
gutes zählt jetzt nicht
gedanken scharf wie messer
schneiden das Sein und das Ich
mit druck wird es nicht besser
die wirklichkeit entflieht.

Hassliebe

Klein zerfaltet
hast du mich.
Entfaltet dich,
dich nicht.
und ich
blieb stumm.
Rostige Nägel
hast du
zum Bau
gebraucht
und zertrümmert
alles was mir lieb.

doch ich lebe
lebe neu
und du wartest
bitter
auf den Tod.

Die Eiszeit

Fenster weinen reinen wein
in den Frost des Seins.
Tausend Tode stirbt man nie
aber immer bisschen mehr.
Kristallklare scharfe Kanten
schneiden das Gehirn.
Jetzt zu sein
tut weh.
im Nichts.
aber
Morgen küsst uns die Zeit
Vergangenheit schon verpackt.
Bis das Fenster wieder weint.

unzuhause

Dein Zuhause
nicht mehr dein.
Lethargie getränkt.
Und die Wände
weinen.
Du hast dich versteckt.
Und dein Partner
zu leben nicht bereit.
Einsamkeit
zu zweit.
Flucht aus der
Wirklichkeit ist
was bleibt.

Unbenannt

Ich hänge unter der Decke
meiner Selbst
und
falle mir auf den Kopf.
Getrieben von den Spuren
der Vergangenheit
getränkt im bitterem Meer
der salzigen Erinnerungen
verloren in Zeit
verloren im Raum
treibe ich nach Vorn
oder doch stehend
im Jetzt
tue ich alles
am Augenblick vorbei.

zerfetzt

druck zerstört
das froh gemüt
lautes kläffen
frisst sich ein
taube sinne schüren
pure agression
die seele voller pein
entflieht der wirklichkeit
gewaltig blinde wut
zerhämmert das zuhaus
nicht lebend
geht die zeit vorbei
vor Dir der Mai…

Der Schnitt

nah am Wahnsinn
einen Gedanken entfernt
gleitet die Wirklichkeit weg
und nu steht er da
am rande der Existenz
verloren im Raum
und Zeit