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Neuromancer

Smog gequälte Lungen.
Hologramme himmelhoch.
Neonlichter vor der Bar
und im Kopf Gelächter.
Morgen ist es wahr.

Feuerwände brechend Eis.
In Silizium Geist gebrannt.
Die totale Überwachung.
Das Netz ist dein Palast.
Immer suchend auf der Flucht.
Die Menschlichkeit verblasst ?

Die Eiszeit

Fenster weinen reinen wein
in den Frost des Seins.
Tausend Tode stirbt man nie
aber immer bisschen mehr.
Kristallklare scharfe Kanten
schneiden das Gehirn.
Jetzt zu sein
tut weh.
im Nichts.
aber
Morgen küsst uns die Zeit
Vergangenheit schon verpackt.
Bis das Fenster wieder weint.

unzuhause

Dein Zuhause
nicht mehr dein.
Lethargie getränkt.
Und die Wände
weinen.
Du hast dich versteckt.
Und dein Partner
zu leben nicht bereit.
Einsamkeit
zu zweit.
Flucht aus der
Wirklichkeit ist
was bleibt.

Dekade

Weiße
Wände
weinen
nasse
Schatten
in den Tag
bitter grau
jetzt der Traum
Zeit vertan
Schto ty dumajesch ?
egal
Sehnsucht
im blauen Wahn

Die Ferne

Ich lebe nicht
wenn die Mauern
in den Himmel schießen.
Ich lebe nicht
wenn die Eiszeit
dein Herz kliert.
Ich lebe nicht
wenn so fern
dein Lächeln
und die Hand
die mich hält.

Ich bin

Im Werden bin ich gefangen
auf der Suche nach Antworten
auf so viele Fragen.
Werde ich irgendwann sein ?
oder werde ich im Werden
sterben ?

Überlauf

Er steht am Start.
Seine Muskeln gespannt.
Endlich bereit
fürs Hindernislauf.
Er geht langsam los.
Im Geiste konfus.
Hat keine Kraft
für den kurzen Lauf.
Weil während er geht
passiert im Kopf
ein Marathonlauf. 

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