Archiv der Kategorie Wahnsinn

Normal

Die leisen , leichten Lettern
liegen lange tief in mir.
Losgesagte Schatten
ausgehaucht in Dir.
Dornen Grau
getränkter Blätter
wachsen niemals hier.
Das Leben ist realer
und weit weg von ihr.

Dissoziation

die totgeglaubten schatten
dunkel strahlend’ licht
ängste die erwachen
posttraumatisch diese sicht
zukunft nicht beschrieben
gutes zählt jetzt nicht
gedanken scharf wie messer
schneiden das Sein und das Ich
mit druck wird es nicht besser
die wirklichkeit entflieht.

Autopilot

Probleme Knacker
im Kerzen Geflacker
klackern Gedanken
wie Domino
im Kopfkino
rund im Kreis.
Das ist der Preis.
Denken und Fühlen,
den Dreck zerwühlen
zwischen allen Stühlen.
Bis Du erkennst, dass Du nicht lenkst.

Die Eiszeit

Fenster weinen reinen wein
in den Frost des Seins.
Tausend Tode stirbt man nie
aber immer bisschen mehr.
Kristallklare scharfe Kanten
schneiden das Gehirn.
Jetzt zu sein
tut weh.
im Nichts.
aber
Morgen küsst uns die Zeit
Vergangenheit schon verpackt.
Bis das Fenster wieder weint.

Unbenannt

Ich hänge unter der Decke
meiner Selbst
und
falle mir auf den Kopf.
Getrieben von den Spuren
der Vergangenheit
getränkt im bitterem Meer
der salzigen Erinnerungen
verloren in Zeit
verloren im Raum
treibe ich nach Vorn
oder doch stehend
im Jetzt
tue ich alles
am Augenblick vorbei.

Dekade

Weiße
Wände
weinen
nasse
Schatten
in den Tag
bitter grau
jetzt der Traum
Zeit vertan
Schto ty dumajesch ?
egal
Sehnsucht
im blauen Wahn

zerfetzt

druck zerstört
das froh gemüt
lautes kläffen
frisst sich ein
taube sinne schüren
pure agression
die seele voller pein
entflieht der wirklichkeit
gewaltig blinde wut
zerhämmert das zuhaus
nicht lebend
geht die zeit vorbei
vor Dir der Mai…